Biografie

Deutscher Architekt. Johann Balthasar Neumann war der bedeutendste Meister des Spätbarock in Deutschland.

Er wurde zum Glockenstifter ausgebildet und emigrierte 1711 nach Würzburg, wo er nach Arbeiten an Wehrbefestigungen die Schirmherrschaft des dort regierenden Fürstbischofs, eines Angehörigen der Familie Schönborn, erlangte. 1719 begann Neumann mit dem Bau der ersten Stufe der neuen Residenz für den Fürstbischof in Würzburg und wurde bald mit der Planung und Gestaltung des gesamten Bauwerks betraut. Die Arbeiten an der Residenz wurden in Abständen nach Neumanns eigenem Tod im Jahr 1753 fortgesetzt, obwohl sie in den 1740er Jahren so weit fortgeschritten waren, dass der Maler Giovanni Battista Tiepolo die riesigen Decken des Palastes schmückte.

Neumann began designing other buildings as well, starting in the 1720s with the Schönborn Chapel (1721-36) in Würzburg Cathedral, the priory church at Holzkirchen (1726-30) outside Würzburg, and the abbey church at Münsterschwarzach (1727-43). He did buildings for other members of the Schönborn family and was eventually put in charge of all major building projects in Würzburg and Bamberg, including palaces, public buildings, bridges, a water system, and more than a dozen churches. Neumann entwarf zahlreiche Schlösser für die Schönborner, unter anderem für die Fürstbischöfe von Bruchsal (1728-50) und Werneck (um 1733-45). In den 1740er Jahren entwarf er sein Meisterwerk, die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen (1743-53) sowie die Wallfahrtskirche Käppele (1740-52) bei Würzburg und die Klosterkirche Neresheim (1747-53).

Neumann zeigte sich in den Innenräumen seiner Kirchen und Paläste als großer Meister der Komposition. Die Wände und Säulen in seinen Gebäuden werden verkleinert, verkleidet oder geöffnet, um überraschende und oft spielerische Effekte zu erzielen und dennoch ein Gefühl von Symmetrie und Harmonie zu bewahren. Aus Kuppeln und Tonnengewölben schuf Neumann raffiniert Abfolgen runder und ovaler Räume, deren helle, luftige Eleganz durch das durch riesige Fenster hereinströmende Tageslicht unterstrichen wird. Das freie und lebendige Zusammenspiel dieser Elemente wird durch den aufwendigen Einsatz von dekorativen Stuckarbeiten, Vergoldungen und Statuen sowie Wand- und Deckenmalereien akzentuiert.

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